Die erste Buchung entscheidet über mehr als einen Termin. Sie legt fest, wie souverän der Umgang mit Absprachen, Zeit und Geld ausfällt, und sie liefert die Erfahrung, aus der alle weiteren Termine schöpfen.
Von der Anfrage bis zur Zusage
- Die Nachricht beantworten
Schnell, vollständig und in ganzen Sätzen. Antwortzeiten von über einem Tag kosten die meisten Anfragen. Eine kurze Rückfrage nach Anlass, Ort und Dauer ordnet das Gespräch sofort.
- Rahmen klären
Datum, Uhrzeit, Dauer, Ort, Tarif, Fahrtkosten. Diese sechs Punkte stehen fest, bevor über alles andere gesprochen wird.
- Erwartungen abgleichen
Was gewünscht wird und was angeboten wird, sollte in dieser Reihenfolge zur Sprache kommen. Wer erst vor Ort merkt, dass die Vorstellungen auseinandergehen, hat einen unangenehmen Abend.
- Treffpunkt festlegen
Hotel, Wohnung oder ein neutraler Ort für ein kurzes Kennenlernen. Beim ersten Mal spricht viel für ein Hotel oder ein kurzes Vorgespräch an einem öffentlichen Ort.
- Bestätigen und erreichbar bleiben
Eine kurze Bestätigung am Vortag verhindert die meisten Missverständnisse.
Vorbereitung am Termintag
- Körperpflege, frische Kleidung, dezenter Duft statt aufdringlichen Parfüms
- Kondome in ausreichender Zahl, eigene, nicht die vor Ort vorhandenen
- Anmeldebescheinigung und Nachweis der Beratung mitführen
- Geladenes Telefon, eine Vertrauensperson kennt Ort und Uhrzeit
- Rückweg geklärt, letzte Verbindung oder Taxi im Blick
- Pünktlich, aber nicht zu früh, fünf Minuten vor der Zeit reichen
Der Ablauf vor Ort
Ein üblicher Termin folgt einem einfachen Muster. Ankommen, Begrüßung, ein Getränk, ein Gespräch. Die Bezahlung wird zu Beginn erledigt, dezent und ohne den Betrag vor den Augen der buchenden Person nachzuzählen. Erst danach entspannt sich die Situation, weil der geschäftliche Teil abgeschlossen ist.
Der Übergang von Gespräch zu Nähe geschieht selten auf Ansage. Tempo, Blicke und Reaktionen geben ihn vor. Wer unsicher ist, fragt kurz nach. Eine Frage wirkt aufmerksam, ein Missverständnis wirkt übergriffig.
Bar und zu Beginn, das ist die verbreitete Praxis. Bei langen Anfahrten ist eine Vorauszahlung der Fahrtkosten üblich. Der Betrag wird nach der Begrüßung übergeben, üblicherweise in einem Umschlag oder unaufgefordert auf den Tisch gelegt, ohne Aufhebens.
Das Ende des Termins
Die vereinbarte Zeit ist die vereinbarte Zeit. Wer regelmäßig überzieht, erzeugt eine Erwartung, die beim nächsten Mal zum Problem wird. Ein Blick auf die Uhr zehn Minuten vor Schluss und eine ruhige Verabschiedung sind professioneller als ein abrupter Aufbruch.
Eine kurze Nachricht am Folgetag, sachlich und ohne Aufdringlichkeit, erhöht die Zahl der Wiederbuchungen spürbar. Zwei Sätze genügen.
Wenn etwas nicht passt
Ein Termin darf abgebrochen werden. Gründe dafür sind Alkohol- oder Substanzeinfluss, Missachtung von Absprachen, Druck in Richtung Verkehr ohne Kondom oder ein Gefühl der Bedrohung. Der Abbruch erfolgt ruhig und ohne Diskussion. Die bereits erhaltene Vergütung für die abgelaufene Zeit bleibt, der Rest wird zurückgegeben.