Für den Einstieg gibt es drei Wege: ein Portal mit festen Profilen, eine Agentur mit Vermittlung oder ein offener Anzeigenmarkt. Die drei unterscheiden sich in Kosten, Reichweite, Auswahlverfahren und in der Frage, wer den Kontakt zur Kundschaft hält.
| Modell | Kosten | Kontakt | Auswahl |
|---|---|---|---|
| Portal mit Profilabonnement | Feste monatliche Gebühr | Direkt zwischen Buchendem und Callboy | Aufnahmegespräch, Prüfung von Fotos und Angaben |
| Agentur mit Vermittlung | Provision je Buchung | Über die Agentur, oft mit Beratung | Strenges Auswahlverfahren, gehobenes Segment |
| Offener Anzeigenmarkt | Gering bis kostenlos, Aufpreis für Sichtbarkeit | Direkt, ohne Prüfung | Keine |
Portal mit Profilabonnement
Das verbreitete Modell im deutschsprachigen Raum. Bezahlt wird ein Abonnement für die Laufzeit des Profils, die Buchungssumme geht vollständig an den Callboy. Weil das Portal keinen Buchungsumsatz abwickelt, entsteht keine Verbindung zwischen einzelnen Terminen und dem Konto, was der Diskretion zugutekommt.
Übliche Konditionen liegen bei etwa 60 bis 70 Euro monatlich im ersten Jahr, gerechnet auf Halbjahres- oder Jahreslaufzeit. Bei Verlängerung steigen die Sätze. Der Grund für die Mindestlaufzeit ist die Anlaufzeit: Ein neues Profil braucht Wochen bis Monate, bis es gefunden und gebucht wird.
Agentur mit Vermittlung
Agenturen im gehobenen Segment übernehmen Beratung, Vorauswahl und die gesamte Kommunikation mit der Kundschaft. Dafür fällt eine Provision je Buchung an. Das Auswahlverfahren ist deutlich strenger, die Buchungen sind seltener und im Schnitt länger und höher dotiert. Agenturen dieser Art sind nach § 12 ProstSchG erlaubnispflichtig.
Offener Anzeigenmarkt
Anzeigenportale ohne Auswahlverfahren sind schnell und billig zu bespielen. Der Preis dafür ist hohe Konkurrenz, keine Prüfung der Gegenseite, kein Support und ein Umfeld, in dem seriöse Angebote schwer von unseriösen zu unterscheiden sind. Für den Einstieg ohne Erfahrung ist das der schwierigste Weg.
Seriöse Anbieter verlangen kein Geld für ein Aufnahmegespräch, versprechen keine garantierte Buchungszahl, arbeiten mit schriftlichen Konditionen und nennen eine ladungsfähige Anschrift im Impressum. Wer bei der Anmeldung sofort zur Zahlung gedrängt wird, ohne dass Konditionen und Laufzeit schriftlich vorliegen, sollte abbrechen.
Zwei deutschsprachige Portale mit Aufnahmeverfahren
Im deutschsprachigen Raum arbeiten zwei Portale nach dem beschriebenen Abonnementmodell mit Aufnahmegespräch, Profilbetreuung und Direktkontakt ohne Vermittlungsgebühr. Beide veröffentlichen Profile mehrsprachig und sorgen selbst für die Sichtbarkeit der Profile.
Direkter Weg zum Aufnahmeformular
Die Aufnahme läuft bei beiden über ein Formular mit Angaben zur Person, Fotos und einem anschließenden Gespräch von etwa 15 bis 20 Minuten. Anmeldegebühren fallen nicht an, bezahlt wird erst das Abonnement nach einer Zusage.
Mehrere Plattformen gleichzeitig
Technisch spricht nichts dagegen. Praktisch entstehen zwei Probleme: doppelte Kosten und ein Profil, das auf mehreren Seiten identisch auftaucht, was bei Suchenden Fragen aufwirft. Für den Anfang ist ein Portal mit einem gut gepflegten Profil in nahezu allen Fällen die bessere Wahl.
Der eigene Weg ohne Plattform
Eine eigene Website ist möglich, verlangt aber Sichtbarkeit, die nicht von selbst entsteht. Dazu kommt das Impressum mit ladungsfähiger Anschrift, was der gewünschten Diskretion direkt entgegensteht. Für die meisten ist das erst nach Jahren mit fester Stammkundschaft eine Option.